Sankt Maria Magdalena Gernsheim
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Gruß und Impuls zum 5. Fastensonntag (29. März 2020)  

Liebe Schwestern und Brüder in St. Maria Magdalena, liebe/r Internetserver/innen,

die Corona-Krise hat sich rasant weiter ausgebreitet und hält die Welt in Atem. Ein Ende ist nicht abzusehen. Erschreckend hoch ist die hohe Zahl der Toten in Italien und anderen Ländern. Ein Ende der Krise ist lange noch nicht abzusehen. Niemand (außer Gott) weiß, wie es weitergeht. Auch in Gernsheim sind die ersten Corona-Infizierten zu beklagen.
Papst Franziskus hat am Freitagabend (27.3.2020) mit dem außerordentlichen Segen „Urbi et Orbi“ mitten in der Krise ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes gesetzt. Außerordentlich war der Segen nicht nur, weil er in der Fastenzeit gespendet wurde, sondern auch weil er – gegen alle Gewohnheit – mit dem Allerheiligsten gespendet wurde. Papst Franziskus hat die Menschheit und die ganze Welt mit dem in der hl. Eucharistie gegenwärtigen auferstandenen Herrn Jesus Christus gesegnet und ihm die Welt anvertraut.

Im Evangelium des 5. Fastensonntages (Johannesevangelium Kapitel 11, 1 – 45) offenbart sich Jesus als der Überwinder des Todes, indem er seinen Freund Lazarus, der bereits vier Tage tot im Grabe lag, zu neuem Leben auferweckt.


Bild von Giotto di Bondone (zum Vergrößern anklicken) - Urprung unbekannt, Gemeinfrei,
Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=94622

Schauen wir auf einige zentrale Stellen in diesem Evangelium:

Maria, Martha und Lazarus befinden sich in existentieller Not, denn Lazarus ist tödlich erkrankt. In ihrer Not bitten die Schwestern ihren Freund Jesus um Hilfe für den im Sterben liegenden Bruder. Jesus ist ihre Anlaufstelle in der Not. Ist er es auch für uns?
Merkwürdigerweise geht Jesus aber nicht sofort zu Lazarus. Er wartet ab, lässt die Freundinnen gleichsam in der Not schmoren und lässt zu, dass sein Freund Lazarus stirbt. Was ist denn das für ein Freund?, könnte man fragen. Aber: Jesus geht es um mehr. Es geht ihm darum, dass die Seinen zum Glauben kommen: „… denn ich will, dass ihr glaubt (Joh 11, 15), und es geht Jesus um die Offenbarung seiner Herrlichkeit: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben. (Joh 11, 25 – 26).
Darum geht Jesus zeitverzögert zu Maria und Martha und dann ans Grab seines Freundes Lazarus. Dort weint er um seinen Freund. Jesus teilt das Leid der Menschen und offenbart: Gott hat ein Herz für uns Menschen. Unsere Leiden, unsere Schmerzen, unsere Ohnmacht und Trauer lassen ihn nicht kalt. Er fühlt mit uns.
Es bleibt aber nicht beim bloßen Mitfühlen, das ja auch nicht wirklich weiterhilft. Jesus ruft seinen toten Freund aus dem Grab in neues Leben. „Lazarus komm heraus!“ (Joh 11, 43). Das Unfassbare geschieht: Der Tote steht auf zu neuem Leben. Jesus erweist sich als Überwinder des Todes. Aber diese Auferweckung des Lazarus ist nur eine Rückkehr ins irdische Leben. Lazarus ist später noch einmal gestorben. Doch seine Auferweckung ist ein Zeichen für unseren Glauben: Jesus ist der Überwinder des Todes. Er ist wirklich unsere Auferstehung und unser Leben. Er ist auch die Auferstehung aller Opfer der neuen Krankheit Covid 19.
„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt, und jeder, der lebt und an mich glaubt, wird auf ewig nicht sterben.“ Diese Worte, die Jesus damals an Martha gerichtet hat, die wir oft bei Begräbnisfeiern am offenen Grab hören, und die der HERR heute neu an uns richtet, verbindet er mit der Frage: Glaubst du das? (Joh 11, 26). „Glaubst Du das?“, diese Frage ist ganz persönlich gemeint. Niemand anderes kann sie für mich stellvertretend beantworten. Ich bin gemeint. Ich bin gefragt – von Jesus, von meinem Gott. Ja. HERR, ich glaube, dass du der CHRISTUS bist, der SOHN GOTTES, der in die Welt kommen soll., so hat Martha geantwortet (Joh 11, 27). Möge dieser Glaube mitten in der Krise in unseren Herzen und in den Herzen vieler Menschen wachsen! Möge er Kraft, Trost, Geduld und Ausdauer schenken. Möge er uns auch die Herzen weiten, damit wir nicht nur die eigene Not sehen, sondern auch die vermutlich viel größere Not der Menschen in den Armutsregionen der Erde. Papst Franziskus hat an uns appelliert, sie nicht zu vergessen und gerade auch jetzt mit ihnen solidarisch zu sein. An diesem Sonntag ist der Misereor-Sonntag. Kollekte kann keine gehalten werden, spenden ist möglich.

Nachfolgend noch ein Link zu einem Kurzvideo für Kinder „Auferweckung des Lazarus“: https://www.katholisch.de/video/23982-22-die-auferweckung-des-lazarus

Möge Gott Sie alle im Glauben stärken und wohl behüten!

In Dankbarkeit für alle, die sich gegenwärtig um Solidarität und Hilfen bemühen und im Gebet verbunden
Ihr Olaf Schneider, Pfr.

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