Sankt Maria Magdalena Gernsheim
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Betrachtung zum Ostermontag (13. April 2020)  

Liebe Schwestern und Brüder in St. Maria Magdalena,

wenn es möglich wäre, würden sicher viele Menschen gern dem Coronavirus und den drastischen Folgen seiner Ausbreitung davonlaufen. Es geht aber nicht. Die beiden Emmausjünger, von denen wir am Ostermontag im Lukasevangelium (Lk 24, 13 – 35) lesen, wollen auch weglaufen: ihrer Trauer, ihrem Schmerz, dem Gefühl der Leere und ihrer Enttäuschung darüber, wie schrecklich es mit Jesus bei der Kreuzigung ausgegangen war. Sie wollen allem davon laufen, aber es geht nicht: Trauer, Schmerz und Enttäuschung bleiben im Weggehen aus Jerusalem in ihren Herzen. Doch auf einmal gesellt sich einer hinzu, scheinbar ein Fremder, doch in Wahrheit ist es Jesus, der auferstandene Gekreuzigte. Doch sie erkennen ihn nicht. Das Mitgehen des vermeintlich Fremden tut ihnen gut. Als sie seine Frage hören: „Was denn?“ Was bewegt euch denn? (Lk 24, 19), spüren sie, dass dieser Fremde total an ihnen interessiert ist. Als sie ihm ihre Herzen ausschütten, erfahren sie: Bei ihm ist es nicht so wie bei anderen, die nicht richtig zuhören, weil sie mit sich selbst beschäftigt sind. Dieser Fremde ist ganz Ohr für uns. Er hat ein Herz für unsere Trauer, unseren Schmerz und unsere Enttäuschung. Mehr noch: Er gibt allem einen neuen, tiefen ungeahnten Sinn: „Musste nicht der Christus das erleiden und so in seine Herrlichkeit gelangen?“ (Lk 24, 26). Ihre Herzen beginnen zu brennen und spontan laden sie ihn ein: „Bleibe bei uns!“ (Lk 24, 29).



Er geht mit hinein, um bei ihnen zu bleiben. Als er ihnen wie im Abendmahlssaal das Brot bricht, gehen ihnen die Augen auf und sie erkennen ihn: Es ist der Herr! Jesus lebt! Enorme Energie wird in ihnen frei: Durch die Nacht laufen sie schnurstracks zu den anderen nach Jerusalem zurück. Und was hören sie? Dort war er auch – zur gleichen Zeit! „Der HERR ist wirklich auferstanden…“ (Lk 24, 24) Halleluja!


Liebe Schwestern und Brüder,

diese Emmaus-Geschichte am Ostermontag dürfen wir so lesen, dass sie unsere persönliche Geschichte mit Jesus wird: Jesus ist mit uns, unseren Familien, unserer Pfarrgemeinde, unserer Kirche und Welt auf dem Weg. Er will auch unser Freund sein. Er ist total an mir interessiert und fragt mich: „Was denn?“ Was bewegt Dich? Was hast Du auf dem Herzen? Vertrau es mir ruhig an! Vielleicht finden wir so mit Jesus ganz neu ins Gespräch. Erzählen wir ihm von dem, was uns in dieser Krisenzeit bewegt! Bringen wir ihm auch das Leid der Menschen! Auch wenn wir Jesus nicht sehen: Jesus ist da. Er hat es fest versprochen: „Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.“ (Matthäusevangelium 28, 20). Laden wir Jesus neu bei uns ein: Bleibe bei uns – gerade jetzt in der Krise!
Ich wünsche uns, dass wir diesen Ostermontag 2020 als Einladung verstehen, immer wieder mit Jesus über unser Leben ins Gespräch zu kommen! Jesus hört uns zu, er hat ein Herz für alles, was uns und die Menschen bewegt. Mögen wir im Gespräch mit Jesus immer tiefer entdecken: Einen besseren Freund als Jesus gibt es nicht.
Einen frohen Ostermontag und eine frohe Osterwoche – trotz allem!
Gottes Schutz und Segen begleite Sie und Ihre Familien!
Bei der Feier der hl. Eucharistie wir (unser Gemeindereferent Markus Kiefer und ich) Sie / Euch alle ins Gebet einschließen.

Frohe Ostergrüße!
Ihr / Euer
Pfarrer Olaf Schneider

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